ANDALUSIEN
Andalusien hat folgende Herstellungsbezeichnungen:
Jerez-Xeres-Sherry, Manzanilla-Sanlucar de Barrameda,
Malaga, Montilla-Moriles und Condado de Huelva. Diese
Weine sind die spezifischsten des Landes und auf internationaler
Ebene am berühmtesten. Sie werden nach einem einmaligen
Verfahren hergestellt; demzufolge wird der Wein nicht
aus den Trauben einer bestimmten Ernte gewonnen, wie
es für gewöhnlich geschieht, sondern im Laufe der Jahre
werden verschiedene Mischungen vorgenommen. Die Weine
werden in Eichenholzfässern gelagert und nach der offiziellen
Aufteilung in zehn Typen unterteilt:
Fino:
Hell strohfarbig; trocken, leicht und sehr aromatisch.
15-17º Alkohol. Amontillado:
Bernsteinfarben, 16-18º Alkohol.
Oloroso:
Dunkel, goldfarben, kräftiges Bukett, aber süffig. 18-20º
Alkohol. Palo
cortado: Mit Merkmalen, die Ihn zwischen Amontillado
und Oloroso plazieren.
Raya:
Gehört zur Gruppe der Olorosos, ist aber weniger fein
und dunkler. Pedro
Ximénez: Süss und sehr aromatisch.
Muskatelter:
Süsswein aus Rosinen. Cream:
Dem Traubenmost, der die Gärung soeben begonnen hat,
wird Alkohol zugesetzt.
Color:
Dieser Wein geht aus der Mischung frischer und konzentrierte
Moste hervor. Manzanilla:
Dieser Wein ist sehr trocken und sehr blass. 15-17º
Alkohol. Er wird im Bezirk von Sanlúcar de Barrameda
geerntet.
Die Weine Montilla-Moriles kommen
aus der Provinz Córdoba und haben wie die Säfte aus
dem benachbarten Jerez einen unverwechselbaren Geschmack;
sie sind trocken und höchst aromatisch und haben einen
hohen Alkoholgehalt. Die aus Malaga stammenden Muskateller
sind warm im Geschmack, süss und dunkelfarben. Ihr Vertrieb
erfolgt unter folgenden Bezeichungen: Malaga, Malaga
Virgen, Lacrima Christi, Pedro Ximenez.
ARAGON (ARAGONIEN)
Die Herkunftsbezeichnungen sind hier
Campo de Borja, Cariñena,
Calatayud
und Somontano. In diesem
Gebiet werden die dunkelsten und stärksten Rotweine
geerntet. Sie sind wohlriechend und sehr kräftig im
Geschmack, weshalb sie sehr gut zu Fleischgerichten
und stark gewürzten Speisen passen.
EXTREMADURA
Extremadura besitzt einige gute Weine
die aber noch nicht gehandelt werden. Es sind starke
Weine mit einem hohen Alkoholgehalt, noch dazu mit einem
unverirrbaren Geschmack. Der Wein aus Cañameros hat
jetzt seinen Weg im Handel gefunden. Es gibt auch Weisse
von Montanchez, Cillero, Añigal; und Leichte Rote von
Hervas.
GALIZIEN (GALICIEN)
Dies Gebiet umfasst die Herkunftsbezeichnungen
Ribeiro, Rias Baixas und Valdeorras. Die Weine
dieser Zone sind leichte, sanft säuerliche Weiss- und
Rotweine mit mässigem Alkoholgehalt. Sie sind die passenden
Begleiter der typischen Gerichte Galiziens.
(KASTILIEN)
LA MANCHA
Diese Zone umfasst folgende Herkunftsbezeichnungen:
Mancha, Mentrida, Valdepeñas und Almansa. Sie
ist die grosse Weinkammer Spaniens, welche die Provinzen
Toledo, Ciudad Real, Cuenca und Albacete einschliesst.
Es handelt sich im allgemeinen um milde, trockene, kaum
säuerliche Qualitätsweine mit sehr gutem Absatz. Am
meisten wereden die Rotweine und leichten Klarettweine
aus Valdepeñas getrunken, und zwar jung (einjährig oder
höchstens zweijährig). Ihr Alkoholgehalt schwankt zwischen
11 und 13º.
KASTILIEN (& LEON)
Die Herkunftsbezeichnungen sind Rueda,
Toro, Ribera del Duero und El Bierzo. In dieser
Zone gedeihen Rot- und Roséweine mit 11 bis 17º Alkohol.
Einige von ihnen sind weltberühmt: Die im Umkreis der
Orte Valbuena, Quintanilla de Arriba und Quintanilla
de Onésimo geernteten Weine eignen sich aussergewöhnlich
gut für die Weinzucht, die in Fässern aus Bordeaux in
unterirdischen Kellereien vor sich geht. Die Produktion
dieser Weine ist beschränkt, und es werden sehr hohe
Preise bezahlt. Im Bezirk von Rueda werden sehr blasse,
klare Weissweine, mit 11,5º bis 14º Alkohol, von hervorragender
Qualität hergestellt.
KATALONIEN
Die Herkunftsbezeichnungen sind Ampurdan-Costa
Brava, Alella, Costers del Segre, Penedes, Priorato,
Tarragona und Terra Alta. Diese Zone bietet ausgezeichnete
Rot-, Weiss- und Klarettweine mit langer Tradition.
Am meisten geschätzt werden die Weine des Penedes und
des Priorato. Erstere sind Weissweine mit 10-13º Alkohol,
sie schmecken mild und fruchtig und werden aus Trauben
von drei Weingegenden hergestellt. Die Weine des Priorato
sind wahrscheinlich wie kein anderer spanischer Saft
das Ergebnis kunstgerechter Winzerarbeit. Hervorzuheben
sind die dunklen Rotweine mit samtartigem Geschmack
und würzigem Duft, sie sind schwer und habe einen hohen
Alkoholgehalt. In Tarragona sind die Weissweine charakteristisch,
die sich zu Fischspeisen und zum Aperitif eignen. In
den bergigen Gegenden gedeihen die prickelnden Schaumweine
oder cavas von San Sadurní d´Anoia.
MURCIA
Die Weine von Jumilla, das
in der Provinz Murcia liegt, haben einen charakteristischen
Geschmack, der auf ihre Zucht in Eichenfässern zurückzuführen
ist, aber es gibt auch junge Weine. In beiden Fällen
ist der Alkoholgehalt sehr hoch, es sind dicke Säfte
von granatroter dunkler Farbe. In Yecla gedeihen
Rot-, Rosé- und Klarettweine mit 13-15º Alkohol und
sehr angenehmem, mildem Geschmack.
NAVARRA
Die Herkunftsbezeichnung ist Navarra.
Hier werden im wesentlichen Rotweine angeboten, die
gelegentlich bis 14,5º Alkohol haben und zu der nahrhaften
regionalen Küche bestens passen.
RIOJA
Die Herkunftsbezeichnung ist Rioja.
Dieso durch den Fluss Oja durchquerte Zone liefert die
meisten spanischen Tischweine. Nach ihrer Produktion
ist sie aufgeteilt in:
Rioja Baja (untere Rioja), wo schwere,
fruchtige Weine mit sehr hohem Alkoholgehalt wachsen,
Die Rioja Alta (obere Rioja), die Gegend
der grossen Jahresernten und Reserven, in der sehr aromatische
Weine mit mässigem Alkoholgehalt gedeihen, die verschiedene
Rottöne und einen unverwechselbaren, ausgewogenen Geschmack
haben. Diese Weine eignen eh zur Zucht in Eichenfässern.
Ferner werden junge Weissweine hergestellt.
In der Rioja Alavesa werden angenehm
säuerliche Rotweine geerntet, die jung getrunken werden.
Sämtliche Rioja-Weine erreichen ihr
Prestige und ihre Vollendung in den verschiedenen Spezialitäten,
die je nach ihrem Alter wie folgt unterschieden werden:
Zuchtwein (vino
de crianza): Weine, die mindestens
ein Jahr im Fass und ein Jahr in der Flasche gealtert
sind; im allgemeinen Weine des dritten, vierten oder
fünften Erntejahrs.
Reserven (vino
de reserva): Sie altern mindestens
zwei Jahre im Fass und werden ein weiteres Jahr in der
Flasche gelagert.
Wein der sogenannten "grossen Reserve"
(vino
de gran reserva): Mindestens drei
Jahre dauernde Zucht im Eichenfass und anschliessende
einjährige Lagerung in der Flasche in den berühmten
unterirdischen Weinkellereien der Rioja. Es sind Weine,
die den besten Erntejahren entsprechen.
Diese Weine sind wahre Schätze der
spanischen Gastronomie. Aufgrund der physikalischen
Bedingungen des Ursprungsortes und der sorgfältigen
Herstellungsverfahren nehmen sie unter den berühmtesten
Tafelweinen der Welt eine Vorrangstellung ein.
VALENCIA
Dieses Gebiet umfasst die Ursprungsbezeichnungen
Alicante, Valencia und Utiel-Requena, die recht
unterschiedlichen Weinen entsprechen. Die Weine von
Alicante sind hochgradige Rot- und Roséweine mit 12-16º
Alkohol. Die Weine von Valencia sind im allgemeinen
trockene und sehr frische Weissweine. Der Wein von Utiel-Requena
wird als Rotwein produziert, aber weniger stark. |